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Heilpflanzen kann man nicht nur als Tee, Tinktur, Sirup und Salbe anwenden, sondern auch als Fertigpräparat.

Solche Fertigpräparate kann man in Apotheken oder auch im Handel kaufen. Im Allgemeinen sind Apotheken-Präparate stärker und werden strenger kontrolliert als Präparate im freien Handel. Manche Heilpflanzen dürfen aus gesetzlichen Gründen nur von Apotheken in hoher Dosis angeboten werden, beispielsweise das Johanniskraut.

Viele Kräuter-Präparate werden in Tablettenform angeboten. Solche Kräutertabletten sind sehr beliebt, weil die Einnahme bequem ist.

Man muss nicht extra einen Tee kochen und auch keine alkoholhaltige Tinktur einnehmen.

Die Dosierung der Kräuter-Tabletten ist normalerweise eindeutig, man erfährt sie in der Packungsbeilage.

Kräuter-Tabletten sind auch bequem, wenn man unterwegs ist, denn man kann sie platzsparend mitnehmen.

Nur manchmal erhält man die Kräuterpräparate als klassische Tabletten. Bei Tabletten wird Kräuterpulver oder Kräuterextrakte zu einer Tablettenform zusammengepresst. In der indischen oder chinesischen Medizin sind solche Tabletten aus gepressten Pflanzenteilen sehr verbreitet.

In der mitteleuropäischen Medizin sind Kapseln oder Dragees verbreiteter.

Bei aus zwei Hälften zusammengesetzten Kapseln wird meistens Heilpflanzen-Pulver eingefüllt. Bei Gelatine-Kapseln werden häufig ölige Auszüge aus Heilpflanzen verwendet. Da Kapseln meistens relativ groß sind, sind sie für manche Menschen schwer zu schlucken. Einige große Schlucke Wasser können beim Herunterschlucken helfen.

Dragees enthalten Kräuterextrakte und sind mit einer meist süßen, glatten Schicht überzogen. Diese Schicht erleichtert das Herunterschlucken und verbessert den Geschmack der Dragees.

Die Wirkung von Tabletten, Kapseln und Dragees ist meistens vergleichbar gut. Es kommt weniger auf die Darreichungsform an als auf die Menge der enthaltenen Kräuter. Weil die Kräuter häufig als konzentrierter Extrakt in den Präparaten eingearbeitet werden, ist der Mengenvergleich nicht immer ganz einfach.




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