Aloe vera



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Die Aloe vera wird zu Recht auch Wüstenlilie genannt, denn sie wächst normalerweise in Wüstengegenden und ist eine Lilienart. Immer öfter findet man die Aloe jedoch auch in mitteleuropäischen Wohnzimmern, wo sie in großen Blumentöpfen gut gedeiht.

Die Aloe enthält zwei sehr unterschiedliche wirksame Pflanzenteile. Da ist einerseits das Gel, das sich im Innern der dicken Blätter befindet. Mit diesem sanften Gel kann man nahezu alle Arten von Hautkrankheiten behandeln und auch die Schleimhäute der Verdauungsorgane besänftigen.

Ganz anders wirkt das gelbliche, flüssige Harz, das direkt unter der Blatthaut im Innern der Blätter sitzt. Dieses Harz hat eine stark abführende und hautreizende Wirkung. Inzwischen wird es als leicht giftig betrachtet und nur noch selten als Abführmittel verwendet.

Das Gel findet sich jedoch in zahlreichen Produkten, vor allem zur Hautpflege, aber auch in Jogurts und als Nahrungsergänzung.

Steckbrief

Wissenschaftlicher Name:

Aloe vera

Pflanzenfamilie:

Affodillgewächse = Asphodelaceae

Andere Namen:

Wüstenlilie

Wichtige Inhaltstoffe:

Wasser, Aminosäuren, Mineralien, Vitamine, Enzyme, Glykoproteine, Anthrachinon- und Anthrazen-Derivate, nur im Blattharz: Aloin - ein Glykosid

Verwendete Teile:

Gel, Harz

Zubereitungsformen:

Frisches Gel, Harz, Cremes, Diverses

Bezugsquellen:

Blumentopf, Apotheke, Läden

Sammelzeit:

Je nach Blattgröße

Wirkungen:

Abführend, befeuchtend, entzündungshemmend, lindernd, reizmildernd

Anwendungsgebiete:

Hautentzündungen, Geschwüre, Neurodermitis, Schuppenflechte, Diabetes, Reizdarm, Verstopfung




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