Schafgarbe



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SchafgarbeDie Schafgarbe ist eine der häufigsten Wildblumen in Mitteleuropa. Man findet ihre weißen Korbblüten fast überall an den Wegrändern.

Dass die Schafgarbe außerdem eine wertvolle Heilpflanze ist, wissen vor allem die Frauen, denn Schafgarbe ist eine traditionelle Frauenheilpflanze.

Sie hilft jedoch auch gegen Wunden, Verdauungsprobleme und Durchblutungsstörungen. In mancher Hinsicht ist die Heilkraft der Schafgarbe mit der Kamille vergleichbar. Sie teilen auch das gleiche kostbare entzündungshemmende ätherische Öl Azulen, die Schafgarbe hat davon jedoch etwas weniger.

Steckbrief

Wissenschaftlicher Name:

Achillea millefolium

Pflanzenfamilie:

Korbblütler = Asteraceae

Andere Namen:

Bauchwehkraut, Blutstillkraut, Frauenkraut, Gotteshand, Katzenschwanz, Lämmerzunge, Tausendblatt

Wichtige Inhaltstoffe:

Ätherisches Öl, Azulen, Eukalyptol, Gerbstoffe, Flavone, Bitterstoffe, antibiotische Substanzen

Verwendete Teile:

Das ganze blühende Kraut, Blüten

Zubereitungsformen:

Tee, Tinktur

Bezugsquellen:

Natur, Apotheke, Kräuterladen

Sammelzeit:

Juni bis September

Wirkungen:

blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, hormonausgleichend, krampflösend, gefäßtonisierend

Haupt-Anwendungen:

Frauenkrankheiten

Anwendungsgebiete

Der Schwerpunkt der Schafgarben-Anwendung liegt im Bereich von Frauen-Krankheiten. Doch darüber hinaus sind die Heilwirkungen der Schafgarbe sehr vielseitig. Daraus ergeben sich viele mögliche Anwendungsgebiete.

Nachfolgend die wichtigsten Anwendungsgebiete der Schafgarbe:


·         Afterjucken

·         Akne

·         Angina Pectoris (unterstützend)

·         Aufgesprungene Hände

·         Bluthochdruck

·         Blutungen

·         Diabetes

·         Durchblutungsstörungen

·         Durchfall

·         Ekzeme

·         Erysipel

·         Gesichtsrose

·         Gürtelrose

·         Gallenkoliken

·         Gastritis

·         Geschwüre

·         Hämorrhoiden

·         Herzschwäche

·         Krampfadern

·         Kreislaufschwäche

·         Menstruationsbeschwerden

·         Migräne

·         Neuralgien

·         Nierenschwäche

·         Östrogen-Dominanz

·         Pfortaderstauungen

·         PMS

·         Rheuma

·         Schaufenster-Krankheit

·         Schnupfen

·         Schuppenflechte

·         Sonnenbrand

·         Wechseljahrsbeschwerden

·         Weißfluss

·         Wunde Brustwarzen beim Stillen

·         Wundheilung


Anwendung

Die Schafgarbe wird vorwiegend als Tee verwendet, sowohl innerlich als äußerlich, wahlweise einzeln oder mit anderen Kräutern gemischt.

Das ätherische Öl wird eher selten eingesetzt, weil es sehr teuer ist.

Schafgarben-Tee innerlich

Das Schafgarben-Kraut wird als ganz normaler Aufguss zubereitet. Ein Teelöffel Schafgarben-Kraut wird mit einer Tasse kochendem Wasser übergossen und zehn bis 15 Minuten ziehen gelassen. Danach abseihen und in kleinen Schlucken trinken.

Der Geschmack eines Schafgarben-Tees ist relativ neutral, nicht besonders wohlschmeckend. Die Wirkung ist aber sehr gut.

Daher wird die Schafgarbe häufig mit anderen Kräutern zu einem Mischtee kombiniert.

Weil die Schafgarbe unter anderem progesteronähnliche Phytohormone enthält, hilft sie bei fast allen Beschwerden, die typisch für Frauen sind, beispielsweise das prämenstruelle Syndrom und Beschwerden der Wechseljahre. Gegen Migräne kann die Schafgarbe helfen, wenn diese im Zusammenhang mit hormonellen Schwankungen steht.

Eine besondere Stärke der Schafgarbe ist auch, dass sie die Durchblutung fördert. Dadurch kann sie gegen Krankheiten helfen, die mit Durchblutungsstörungen im Zusammenhang stehen, beispielsweise Angina Pectoris oder Schaufenster-Krankheit.

Schafgarben-Tee äußerlich

Äußerlich kann man Schafgarben-Tee als Umschlag, zu Waschungen oder Bädern verwenden.

Weil die Schafgarbe entzündungshemmend wirkt, kann man mit ihr alle Arten von Hautentzündungen behandeln. Sie wirkt auch blutstillend, weshalb man mit der Schafgarbe leichte Blutungen stillen kann.

Mit der äußerlichen Behandlung kann man auch innerliche Probleme lindern, beispielsweise Nervenschmerzen oder Rheuma.

Pflanzenbeschreibung

Die Schafgarbe ist in ganz Europa heimisch. An Wegrändern und auf Wiesen ist sie eine oft gesehene Wildpflanze.

Der Anbau im Garten ist hingegen nicht ganz einfach. Die Schafgarbe bleibt dem Garten nur dann treu, wenn sie sich dort wohl fühlt.

Die Schafgarbe ist eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der Korbblütengewächse. Sie wird meistens kaum einen halben Meter hoch.

Im Frühjahr wachsen die fein gefiederten, schmalen Blätter der Schafgarbe aus dem Boden. Etwas später kommt der zähe Stengel. Der Stengel verzweigt sich etwas, wenn genug Platz ist.

Am oberen Ende der Stengel bilden sich weiße Blüten, die in einer Scheindolde stehen.




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