Johanniskraut



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JohanniskrautDas Johanniskraut steht in engem Zusammenhang mit der Sonne. Es blüht nicht nur zur Mittsommerzeit auf, es scheint auch die Sonnenwärme in sich zu sammeln.

So wundert es nicht, dass das Johanniskraut in der Lage ist, Licht in das trübe Leben Depressionsgeplagter zu bringen. Das haben sogar strenge medizinische Studien bewiesen. Außerdem hilft das Johanniskraut bei verschiedenen Beschwerden der Verdauungsorgane und des Nervensystems. Äußerlich hilft es der Haut und den Gelenken.

Die sonnengelben Blüten des Johanniskrautes findet man im Hochsommer häufig in der Natur und auch im Handel wird das Johanniskraut gerne angeboten.

Steckbrief

Wissenschaftlicher Name:

Hypericum perforatum

Pflanzenfamilie:

Johanniskrautgewächse - Hypericaceae

Andere Namen:

Hartheu, Blutkraut, Frauenkraut, Hergottsblut, Mannskraft, Teufelsflucht, Tüpfel-Johanniskraut, Wundkraut

Wichtige Inhaltstoffe:

Hypericin, Hyperforin, Flavonoide, Bitterstoffe, Gerbstoffe, äther. Öl, Harz, Hyperinrot, Phytosterin

Verwendete Teile:

Blüten, Kraut

Zubereitungsformen:

Tee, Tinktur, Öl, Tabletten

Bezugsquellen:

Natur, Garten, Apotheke, Läden

Sammelzeit:

Juni bis August

Wirkungen:

Antibakteriell, beruhigend, entzündungshemmend, krampflösend, schmerzstillend, tonisierend

Haupt-Anwendungen:

Depressionen, Verdauungsschwäche

Anwendungsgebiete

Das bekannteste Anwendungsgebiet für Johanniskraut sind leichte bis mittelschwere Depressionen. Aber das Johanniskraut hat zahlreiche weitere Fähigkeiten und ist daher eine sehr vielfältige Heilpflanze.

Nachfolgend die wichtigsten Anwendungsgebiete des Johanniskrautes:


·         Appetitlosigkeit

·         Blasenentzündung

·         Bluterguss

·         Bronchitis

·         Darmentzündung

·         Depressionen

·         Durchfall

·         Ekzeme

·         Gicht

·         Hexenschuss

·         Ischias

·         Kopfschmerzen

·         Magenschmerzen

·         Menstruationsbeschwerden

·         Migräne

·         Narbenschmerzen

·         Neuralgien

·         Nervosität

·         Rheuma

·         Rückenschmerzen

·         Schlaflosigkeit

·         Trockene Haut

·         Verbrennungen (leichte)

·         Verdauungsschwäche

·         Verstauchung

·         Wechseljahrsbeschwerden


Anwendung

Johanniskraut als Tabletten, Kapseln und Dragees

Die häufigste und wichtigste Anwendung des Johanniskrautes ist heutzutage die Linderung von Depressionen. Die dazu notwendigen hohen Dosierungen erreicht man nur mithilfe von Tabletten aus der Apotheke.

Mit frei verkäuflichen Johanniskraut-Mitteln kann man leichtere Beschwerden lindern, wie beispielsweise Wechseljahrsbeschwerden, Unruhe, Kopfschmerzneigung und viele andere.

Johanniskraut-Tee

Johanniskraut als Tee oder Tinktur eignet sich für alle Anwendungsgebiete des Johanniskrautes, außer Depressionen, für die der Tee zu schwach dosiert ist.

Den Tee kann man aus dem ganzen, blühenden Kraut oder den Blüten des Johanniskrautes zubereiten: Ein Teelöffel pro Tasse, zehn bis 15 Minuten ziehen lassen.

Das ganze Kraut hilft eher bei Verdauungsproblemen, die reinen Blüten bei Problemen des Nervensystems.

Eine Tinktur, auch selbst angesetzt, kann man anwenden wie den Tee. 10 bis 50 Tropfen, drei Mal täglich.

Johanniskraut-Öl

Sehr beliebt ist das Johanniskrautöl, bei dem die frischen Blüten in Öl angesetzt werden. Es eignet sich für Einreibungen gegen Beschwerden von Haut und Bewegungsapparat. Innerlich eingenommen soll es die Verdauung stärken.

Wie man Johanniskraut-Öl selber ansetzt, erfahren Sie ab Seite 115.

 

Achtung!

Eine hochdosierte Anwendung des Johanniskrautes kann die Lichtempfindlichkeit erhöhen und Sonnenbrand fördern.

Außerdem kann hochdosiertes Johanniskraut mit vielen Medikamenten in Wechselwirkung treten und die Wirkung verändern. Das gilt unter anderem für: Antibabypillen, Herzmedikamente, Gerinnungshemmer, Epilepsie-Medikamente, Antidepressiva. Diese Wechselwirkungen treten nicht auf bei niedrig dosiertem Johanniskraut beispielsweise in Tees, Johanniskrautöl oder frei verkäuflichen Tabletten.

Pflanzenbeschreibung

Das Johanniskraut ist in Europa, Westasien und Nordafrika heimisch.

Es gedeiht an trockenen, sonnigen, kalkreichen Stellen. Daher findet man es vor allem an Wegrändern, Böschungen und Steinbrüchen.

Die mehrjährige Staude wächst im Frühjahr aus dem Boden mit kleinen eiförmigen Blättern, die gegenständig am Stengel sitzen. Die Blätter haben kleine Öldrüsen, die wie Löcher aussehen.

Im Laufe des Frühjahrs wächst das Johanniskraut 50 bis 100 cm hoch und verzweigt sich im oberen Bereich.

Die goldgelben Blüten erscheinen ab Ende Juni und stehen in einer Trugdolde. Sie haben fünf Blütenblätter und zahlreiche Staubblätter, die der Mitte der Blüte entspringen. Die Blütenblätter erscheinen durch die Öldrüsen, wie ringsherum leicht angeknabbert.




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