Ringelblume



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RingelblumeDie Ringelblume ist eine würzig duftende Gartenblume mit gelben oder leuchtend orangenen Blüten.

Ihre größten Heilfähigkeiten hat die Ringelblume bei Hautkrankheiten. Die Ringelblume hilft nicht nur bei alltäglichen Wunden, sondern kann sogar den Heilungsverlauf bei offenem Bein und weißem Hautkrebs günstig beeinflussen.

Man kann die Blüten der Ringelblume jedoch auch innerlich anwenden, um die Schleimhäute der Verdauungsorgane zu heilen, wenn sie entzündet sind. Auch gegen Frauenbeschwerden kann die Ringelblume helfen.

Steckbrief

Wissenschaftlicher Name:

Calendula officinalis

Pflanzenfamilie:

Korbblütler = Asteraceae

Andere Namen:

Butterblume, Dotterblume, Goldblume, Ringelrose, Ringula, Sonnenwende, Warzenkraut, Wucherblume

Wichtige Inhaltstoffe:

Ätherisches Öl, Bitterstoffe, Calendula-Sapogenin, Saponine, Glykoside, Carotinoide, Flavonoide, Salizylsäure

Verwendete Teile:

Blüten, Blätter

Zubereitungsformen:

Tee, Tinktur, Salbe

Bezugsquellen:

Garten, Apotheke, Läden

Sammelzeit:

Juni bis Oktober

Wirkungen:

abschwellend, adstringierend, antibakteriell, entzündungshemmend, krampflösend, pilztötend

Haupt-Anwendungen:

Hautprobleme, Verdauungsbeschwerden

 

Anwendungsgebiete

Die Ringelblume wird vor allem gegen Beschwerden von Haut und Bewegungsapparat angewendet. Man kann sie aber auch innerlich gegen verschiedene Krankheiten einsetzen.

Nachfolgend die wichtigsten Anwendungsgebiete der Ringelblume:


·         Afterjucken

·         Blutergüsse

·         Brechreiz

·         Ekzeme

·         Erysipel

·         Furunkel

·         Gürtelrose

·         Gallenbeschwerden

·         Geschwüre

·         Geschwollene Lymphknoten

·         Gesichtsrose

·         Gesprungene Lippen

·         Hämorrhoiden

·         Hautentzündungen

·         Hautkrebs

·         Hautleiden

·         Kopfschmerzen

·         Krampfadern

·         Leberschwäche

·         Magen- und Darmstörungen

·         Magengeschwür

·         Mundschleimhautentzündungen

·         Narbenwucherungen

·         Offene Beine

·         Periodenkrämpfe

·         Pickel

·         Quetschungen

·         Schlaflosigkeit

·         Schlecht heilende Wunden

·         Schmerzen in Amputationsstümpfen

·         Schnittwunden

·         Schwindel

·         Sonnenbrand

·         Unreine Haut

·         Unterschenkelgeschwüre

·         Verstopfung

·         Verbrennungen (leichte)

·         Warzen

·         Wechseljahrsbeschwerden

·         Windeldermatitis

·         Wunden

·         Wundliegen

·         Zerrungen


Anwendung

Innere Anwendung des Ringelblumen-Tees

Den Ringelblumen-Tee bereitet man als ganz normalen Aufguss mit den Blüten zu. Dazu übergießt man ein bis zwei Teelöffel der Blüten mit einer Tasse kochendem Wasser. Eine Viertelstunde ziehen lassen und dann abseihen. In kleinen Schlucken trinken.

Diesen Tee kann man bei verschiedenen Verdauungsbeschwerden, Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Frauenbeschwerden trinken.

Äußerliche Anwendung von Tee oder Tinktur

Besonders geeignet ist die Ringelblume zur Behandlung der Haut und des Bewegungsapparates.

Mit einem Ringelblumentee oder einer verdünnten, selbstgemachten Ringelblumen-Tinktur kann man Umschläge auflegen, Waschungen oder Bäder durchführen.

Umschläge eignen sich für besonders hartnäckige Beschwerden, beispielsweise offene Beine und andere schlecht heilende Wunden.

Ringelblumen-Salbe

Die Ringelblumen-Salbe ist die bekannteste Zubereitungsform der Ringelblume. Man kann sie selbst herstellen (siehe ab Seite 125) oder fast überall kaufen. Die Qualität der Ringelblumensalben im Handel ist jedoch sehr unterschiedlich. Manchmal werden nur geringe Mengen Ringelblume beigefügt, manchmal aber auch ausreichend große Mengen, um eine Heilwirkung zu erzielen. In Apotheken darf man sich im allgemeinen wirksamere Salben erhoffen als in normalen Läden.

Mit der Ringelblumen-Salbe kann man kleine und mittlere Hautprobleme behandeln. Je nachdem, welche ergänzenden Zutaten darin enthalten sind, hat eine Ringelblumensalbe unterschiedliche Heilwirkungen.

Mit größeren Zinkbeigaben kann eine Ringelblumensalbe beispielsweise sehr gut gegen wunden Babypopo helfen.

Pflanzenbeschreibung

Die Ringelblume kommt ursprünglich aus Südeuropa. In warmen Gegenden Süddeutschlands findet man hin und wieder eine kleinblütige Wildform der Ringelblume. Ansonsten findet man die Ringelblume hierzulande nur in Gärten.

Die einjährige Blume ist sehr einfach durch Aussaat anzubauen und bildet schöne leuchtende Blüten aus. Sie wird etwa 50 cm hoch.

Nach wenigen Tagen Keimdauer sprießen kleine Pflanzen aus den hakenförmigen Samen, die der Ringelblume ihren Namen gegeben haben.

Die hellgrünen, länglichen Blätter sind etwas klebrig und duften stark.

Ab Juni erscheinen an den teilweise verzweigten Stengeln die orangenen Korbblüten, die auch sehr kräftig duften.




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