Salben - selber machen



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Salben sind streichfähige Zubereitungen aus Ölen, Fetten und fettlöslichen Substanzen. Man kann damit die Haut einreiben, beispielsweise gegen Hauterkrankungen oder Schmerzen im Bewegungsapparat.

Im Volksmund spricht man häufig von Salbe, wenn man eigentlich eine feste Creme meint, also eine Zubereitung, die auch wässrige Bestandteile enthält. Eine Salbe im engeren Sinne enthält jedoch ausschließlich fettlösliche Bestandteile.

Es ist ziemlich einfach, selber Salben mit Kräuter-Wirkstoffen herzustellen. Man braucht nur wenige Werkzeuge und Zutaten dafür. Für den Anfang reicht als Werkzeug ein flacher Topf, ein hitzefestes Marmeladenglas und ein Löffel mit glattem Stiel. Zum Abfüllen der Salbe brauchen Sie einen Salbentiegel oder ein anderes kleines Glas.

Als Zutaten brauchen Sie ein gutes Pflanzenöl oder einen Kräuter-Ölauszug und etwas Bienenwachs. Ergänzend kann man noch Lanolin, Sheabutter, Kakaobutter und ätherische Öle in Salben einarbeiten. Bienenwachs und die anderen Zutaten kann man in Apotheken bestellen, in manchen Kräuterläden kaufen oder in speziellen Shops für Kosmetik-Rohstoffe bestellen.

Salben-Grundrezept

Mit folgendem Grundrezept können Sie eine einfache Salbe herstellen.

Sie brauchen folgende Zutaten für gut 50 ml Salbe:

·         50 ml Pflanzenöl oder Kräuter-Ölauszug

·         3 - 4 gr Bienenwachs

 

Ergänzend kann man die Salbe mit folgenden Zutaten anreichern:

·         4 gr Lanolin, Kakaobutter oder Sheabutter. Die Bienenwachsmenge kann um die Hälfte reduziert werden.

·         10 - 50 Tropfen ätherisches Öl nach Wahl

 

Durch die ergänzenden Konsistenzgeber wie z.B. Lanolin wird die Salbe geschmeidiger. Die ätherischen Öle sorgen für Duft und zusätzliche Wirkungen.


 

So stellen Sie die Salbe her:

·         Wiegen und messen Sie die Zutaten ab.

·         Geben Sie alle Zutaten in ein hitzefestes Glas.

·         Stellen Sie das Glas in ein heißes Wasserbad.

·         Warten Sie ab, bis die festen Bestandteile, vor allem das Bienenwachs, geschmolzen sind.

·         Ob die Salbe später die gewünschte Konsistenz haben wird, können Sie mit einem Tropfentest auf einen kalten Teller überprüfen. Tropfen Sie eine kleine Menge der künftigen Salbe auf den Teller. Warten Sie ein paar Minuten ab, bis sich die Salbenprobe verfestigt. Überprüfen Sie die Konsistenz.

·         Auf Wunsch können Sie noch mehr Bienenwachs oder Öl zu der Salbe hinzufügen, je nachdem, ob sie fester oder dünner werden soll.

·         Wenn Sie mit der Konsistenz zufrieden sind, können Sie die flüssige Salbe in eine Salbendose abfüllen.

·         Falls Sie ätherische Öle hinzufügen wollen, können Sie das tun, wenn die Salbe schon etwas abgekühlt ist aber noch bevor die Salbe fest wird. Rühren Sie die ätherischen Öle gut unter.

·         Warten Sie ab, bis die Salbe fest wird. Das kann ein paar Stunden dauern.

·         Verschließen Sie die Salbendose.

·         Beschriften Sie die Salbendose mit Inhalt und Datum.

 

Fotoanleitung: Salbe herstellen

 

Wiegen und messen Sie die Zutaten ab.

 


 

Geben Sie alle Zutaten in ein hitzefestes Glas.

 

Stellen Sie das Glas in ein heißes Wasserbad.

 

Warten Sie ab, bis die festen Bestandteile, vor allem das Bienenwachs, geschmolzen sind.

 

Ob die Salbe später die gewünschte Konsistenz haben wird, können Sie mit einem Tropfentest auf einen kalten Teller überprüfen. Tropfen Sie eine kleine Menge der künftigen Salbe auf den Teller. Warten Sie ein paar Minuten ab, bis sich die Salbenprobe verfestigt. Überprüfen Sie die Konsistenz.

Auf Wunsch können Sie noch mehr Bienenwachs oder Öl zu der Salbe hinzufügen, je nachdem, ob sie fester oder dünner werden soll.

Wenn Sie mit der Konsistenz zufrieden sind, können Sie die flüssige Salbe in eine Salbendose abfüllen.

Falls Sie ätherische Öle hinzufügen wollen, können Sie das tun, wenn die Salbe schon etwas abgekühlt ist aber noch bevor die Salbe fest wird. Rühren Sie die ätherischen Öle gut unter.

Warten Sie ab, bis die Salbe fest wird. Das kann ein paar Stunden dauern.

 

Verschließen Sie die Salbendose.

Beschriften Sie die Salbendose mit Inhalt und Datum.

 

 

Ringelblumen-Salbe

Eine sehr beliebte und rundum wirksame Salbe ist die Ringelblumensalbe. Mit ihr kann man die Haut bei den meisten Hautproblemen einreiben.

Ringelblumensalbe wirkt entzündungshemmend und wundheilend.

Für eine Ringelblumen-Salbe verwendet man einen heißen Ölauszug aus Ringelblumen-Blüten (siehe Seite 117).

Dazu kommt das Bienenwachs laut Salben-Grundrezept und eventuell Lanolin, Kakaobutter oder Sheabutter. Die Wirkung kann man mit etwas Teebaumöl oder Lavendelöl unterstützen.

Bären-Balsam

Wer ein intensives Mittel zum Einreiben gegen Rückenschmerzen, Verspannungen, Erkältungen und andere Beschwerden haben will, kann sich einen Bären-Balsam zubereiten.

Der Bärenbalsam ist eine Salbe auf der Basis von Johanniskrautöl, die durch viele ätherische Öle sehr intensiv und kräftig wird. Durch die Intensität ist der Bärenbalsam nicht für Kinder und empfindliche Erwachsene geeignet. Für sie eignet sich der sanftere Bärchen-Balsam (Seite 127).

Der Bärenbalsam hat eine durchblutungsfördernde, wärmende, zu Beginn aber auch kühlende Wirkung. Außerdem wirkt er durch die ätherischen Öle antibakteriell, schmerzstillend und krampflösend. Die Atemwege werden befreit.

Man kann den Bärenbalsam in kleinen Mengen auf die Haut auftragen bei:

·         Kopfschmerzen (auf Stirn und Schläfen reiben)

·         Nervenschmerzen

·         Hexenschuss, Ischias, Rückenschmerzen

·         Rheumatische Schmerzen

·         Muskelverspannungen

·         Husten (Brust und Rücken einreiben)

 

Hier das Rezept für Bären-Balsam:

·         20 ml Johanniskrautöl

·         3 gr Bienenwachs

·         2 gr Lanolin

 

Ätherische Öle:

·         20 Tr Minzöl

·         20 Tr Lavendelöl

·         20 Tr Rosmarinöl

·         20 Tr Salbeiöl

·         20 Tr Thymianöl

·         20 Tr Wacholderöl

 

Stellen Sie den Bären-Balsam nach der Anleitung für die Salbe her.

Durch das Johanniskrautöl wird der Bärenbalsam leuchtend rot.

Bärchen-Balsam

Der Bärchen-Balsam ist die sanfte Variante des Bärenbalsams, geeignet für Kinder und relativ Zartbesaitete. Für Säuglinge, Kleinkinder und besonders empfindliche größere Menschen, die ätherische Öle nicht vertragen, ist auch dieser Bärchen-Balsam noch zu kräftig.

Wie der Bärenbalsam ist auch der Bärchen-Balsam eine Salbe auf Johanniskrautöl-Basis mit hinzugefügten ätherischen Ölen. Allerdings werden deutlich weniger ätherische Öle verwendet.

Bärchen-Balsam wirkt beruhigend, krampflösend, antibakteriell und schmerzlindernd.

Man kann den Bärchen-Balsam in kleinen Mengen auf die Haut auftragen bei:

·         Husten (auf Brust und Rücken einreiben)

·         Blähungen

·         Kopfschmerzen (auf Stirn und Schläfen reiben)

·         Leichten Sportverletzungen

·         Muskelverspannungen

·         Nervenschmerzen

·         Ischias, Hexenschuss, Rückenschmerzen

·         Rheumatische Schmerzen

 

Hier das Rezept für den Bärchen-Balsam:

·         15 ml Johanniskrautöl

·         15 ml Lavendel-Ölauszug

·         2 gr Bienenwachs

·         2 gr Lanolin

 

Ätherische Öle:

·         5 Tr ätherisches Lavendel-Öl

·         5 Tr ätherisches Fichtennadel-Öl

 

Stellen Sie den Bärchen-Balsam nach der Anleitung für die Salbe her.

Durch die Verwendung von Johanniskrautöl und Lavendel-Ölauszug wird der Bärchen-Balsam rosa.




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