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Die Mistel ist etwas ganz besonderes, denn sie wächst auf Bäumen. Im Sommer ist sie vor lauter Baumblättern kaum zu sehen, aber im Winter sieht man die kugelförmigen Mistelpflanzen schon von weitem. Von den Beeren der Mistel sollte man die Finger lassen, denn sie sind etwas giftig.

Aber die Blätter der Mistel haben starke Heilwirkungen. Allerdings darf man sie nicht in der Natur sammeln, denn Misteln stehen unter Naturschutz. Aus gekauften Mistelblättern bereitet man einen Tee als Kaltauszug, den man acht bis 12 Stunden ziehen lässt und dann sanft erwärmt.

Solch ein Misteltee hilft vor allem gegen Bluthochdruck. Er unterstützt die Blutgefäße und das Herz. Auch gegen Blutungen hilft Misteltee vor allem aus der Gebärmutter. In der Volksmedizin wird die Mistel noch für zahlreiche andere Krankheiten eingesetzt. In der Homöopathie sogar gegen Krebs, aber nur begleitend zur Schulmedizin.

Steckbrief

Wissenschaftlicher Name:

Viscum album

Pflanzenfamilie:

Sandelholzgewächse = Santalaceae

Andere Namen:

Affalter, Donarbesen, Hexennest, Kenster, Vogelchrut, Wintergrün

Wichtige Inhaltstoffe:

Alkaloid, Cholin, Pyridin, Saponine, Schleim, Viscalbin, Viscin, Viscotoxin

Verwendete Teile:

Blätter

Zubereitungsformen:

Tee, homöopathisch

Bezugsquellen:

Apotheke, Läden

Sammelzeit:

Spätherbst, Winter, Frühling

Wirkungen:

beruhigend, blutdrucksenkend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, tonisierend

Anwendungsgebiete:

Bluthochdruck, Arteriosklerose, Gebärmutterblutungen, Gelenkentzündung, Herzschwäche, Heuschnupfen, Krampfadern, Krebs (therapiebegleitend), Schwindel, Verstopfung




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